Im Jahr 2019

 

Februar 2019 - Fördermittel kontra Neuverschuldung oder wie realistisch ist ein weiterer Neubau für Medingen

Als im Jahr 2017 ein Antrag auf Gewährung von Fördermitteln für einen angedachten KiTa-Neubau mit 65 Plätzen gestellt wurde, waren für diese Investition Baukosten von 1,6 Mio. € geplant. 

Dabei ging man seiner Zeit von 25.000 € pro geschaffenen KiTa-Platz aus. Fördermittel in Höhe von 800.000 € kündigten sich an, was eine Förderquote von 50 % bedeutet hätte. Rechnet man diese Werte auf die heute fixierte Kapazität von 70 Plätzen hoch, hätte man damals von 1,7 Mio. € Baukosten ausgehen und auf 875.000 € Fördermittel hoffen können. 

Zwischenzeitlich erhöhten sich die geschätzten Baukosten ohne Außengelände und Einrichtung von 2017 zu heute auf 2,1 Mio. €. Eine weitere verwaltungsseitig erwartete Kostensteigerung bis zur Fertigstellung im Jahr 2021von 20 % lässt diese Summe auf dem Papier bereits ohne einen einzigen bewegten Stein auf stolze 2,5 Mio. € anwachsen. Schon jetzt reduziert sich damit die ursprüngliche 50 %-ige Förderung des Bundes auf nur noch 35 % der Gebäudekosten. Auch die Einrichtung und die Außenanlagen kommen mit weiteren 250.000 € noch zusätzlich zu 100 % aus dem Gemeindehaushalt hinzu.  

Betrachtet man nun die zugesicherte Förderhöhe von 800.000 € mit der jetzt genannten Kostensteigerung von 800.000 Euro, steht man ernüchternd fest, dass Letztere die Erstere geradezu "aufgefressen" haben. 

Bleibt uns nur zu hoffen, dass andere Kommunen ihre Fördermittel nicht in voller Höhe oder überhaupt nicht in Anspruch nehmen und wir wenigstens noch eine in Aussicht gestellte Erhöhung der Fördersumme um 75.000 € erhalten.

Schauen wir abschließend noch einmal auf den für Medingen beschworenen und im Rahmen der Konzeption festzuschreibenden Ersatzneubau, müsste die Finanzlage jedem Anwesenden die Euphorie unrealistisch erscheinen lassen.

Erstens finanzieren wir bereits die neue Hermsdorfer Einrichtung mittels Neuverschuldung, welchen jeden Einwohner mit 170 € zusätzlich belasten wird und eine weitere Kreditierung bedingt durch die Verschuldungsgrenze von maximal 850 € pro Kopf ausschließen dürfte.

Zweitens fehlten bereits heute ausreichende Eigenmittel für einen derartige Investition im Gemeindehaushalt. Einige andere lang geplante Maßnahmen müssen trotz Kredit gar in die Zukunft verschoben werden. Des Weiteren beinhaltet die mittelfristige Finanzplanung viele wichtige Investitionen noch gar nicht.

Drittens bedarf es großzügiger Fördermittel. Das aktuelle Bundesprogramm ist überzeichnet. Weder sind für die Zunft weitere Programme des Bundes bekannt, noch stehen Quoten und Summen fest. Setzen wir die im Kreishaushalt für 2019/2020 vorgesehenen Mittel mit lediglich 600.000 €/jährlich für alle Kommunen im Kreisgebiet ins das Verhältnis zur aktuell geförderten Maßnahme, dann wird klar, wie wahrscheinlich eine neuerliche Bezuschussung einer Ottendorfer Einrichtung in den nächsten Jahren ist.

 

Januar 2018 - Neubau Kindertagesstätte vs. KiTa-Konzeption

 

Für eine einstige Notlösung in der Grundschule Hermsdorf soll nun ein Neubau entstehen.

Trotz fehlendem KiTa-Konzept, unzähliger offener und aus Zeitgründen nicht mehr zu klärender Fragen im Zusammenhang mit dem geplanten Neubau, aber auch in Verbindung mit allen anderen Kindereinrichtungen, soll morgen ein KiTa-Neubau in Hermsdorf an der Nordstraße beschlossen werden. 

Wegen der mangelnden Auskunftsbereitschaft und widersprüchlicher Unterlagen seitens der Verwaltung zogen Gemeinderäte im Januar 2018 die Notbremse und verlangten ein klärendes Konzept für das gesamte Betreuungsangebot in Ottendorf-Okrilla. Aber 12 Monate später liegt noch immer nichts auf dem Tisch. Dafür ein nötigender Beschlussvorschlag für den Gemeinderat.

Wurde die Erarbeitung des KiTa-Konzeptes ausgesessen?

Glaubt man den Zahlen aus dem Rathaus gibt es in der Gemeinde aktuell 519 Kinder zwischen 1 und 6 Jahren. Dem gegenüber stehen 528 Betreuungsplätze und weitere 60 Plätze bei Tagesmüttern. Bereits an der Stelle bemerkt das ein oder andere Elternteil die Diskrepanz zur tatsächlichen Platzvergabe.

Noch interessanter wird es bei der Standortauswahl. Die Verwaltung hat sich entschieden. Der Gemeinderat kennt weder die betrachteten Standorte, die Auswahlkriterien und die Vor- bzw. Nachteile der in Frage kommenden Grundstücke.

Die beiden heutigen Hermsdorfer Einrichtungen bieten aktuell 147 Kindern eine Betreuung an. Zukünftig würde sich die Anzahl bis auf 170 Plätze erhöhen. Eine spätere Erweiterung ist möglich. Vor Ort selbst wohnen allerdings nur 77 Kinder plus weitere mögliche 27 Kinder aus Grünberg.

 In Medingen hingegen haben heute 123 Kinder von 1 bis 6 Jahren ihr zu Hause. Das örtliche "Zwergenland" kann allerdings nur 68 unserer Jüngsten aufnehmen. Die Zahl wird mit dem Umbau der Küche und des Sanitärbereichs vor aller Voraussicht noch einmal sinken.

Warum nutzt man diese Gelegenheit also nicht zu einer Korrektur innerhalb der Ottendorfer Betreuungslandschaft? Die Gelegenheit kommt so schnell nicht wieder. Wo sind die guten Vorsätze aus dem Entwicklungs- und Handlungskonzept der Gemeinde, der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung und dem Beschluss zur Erarbeitung einer KiTa-Konzeption geblieben? Es würde doch tatsächlich niemanden etwas weggenommen, sondern nur ausgewogener verteilt...

Die einen zelebrieren Umweltschutz und wünschen E-Mobilität für Ihren Dienstwagen, aber schicken gleichwohl Dutzende Eltern auch weiterhin quer durch die Großgemeinde.

Der Gemeinderat rudert mit der "zeitlichen und finanziellen" Pistole auf der Brust wieder zurück und bestärkt die Verursacher des Dilemmas erneut durch seine Zustimmung in ihrer Arbeitsweise.

 

 

Im Jahr 2018

 

September 2018 - Der Ausbau der S177 zwischen Medingen und Ottendorf-Okrilla mit Errichtung eines Radweges steht kurz bevor

Bald geht es los... Glaubt man dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) rückt der lang erwartete Radweg entlang der S177 zwischen Medingen und Ottendorf-Okrilla nun in greifbare Nähe. Im Rahmen der Ausbauarbeiten des Teilstückes der S177 wird auch ein Radweg zwischen den beiden Ortschaften entstehen. Das LASuV wird hierzu bereit Ende 2018 die ersten vorbereitenden Arbeiten ausschreiben.  

Anschließend soll im Jahr 2019 mit dem ersten Bauabschnitt begonnen werden. Hierzu wird eine Vollsperrung zwischen Kastanienstraße und Rödertalstraße notwendig. Im Anschluss folgt 2020 in einem zweiten Bauabschnitt das Teilstück zwischen Rödertalstraße und dem Ortseingang Medingen. Bei diesen umfangreichen Bauarbeiten muss zeitgleich auch das Brückenbauwerk an der Rödertalstraße gegenüber der Röder Horse Ranch erneuert werden. 

Eine weitere wichtige Verbindung für den Ortsteil ist die Medinger Straße in Richtung Hermsdorf. Nach Aussage der Deutschen Bahn (DB) folgt der Umbau und die Ertüchtigung des Bahnübergangs Hermsdorf, Medinger Straße glücklicherweise erst im Jahr 2021.   

 

September 2018 - Die Medinger Bücherzelle ist fertig ...

...und steht als „Medinger Mediathek“ ab sofort rund um die Uhr direkt neben der „Sonnenblumenschule“ allen kleinen und großen Leseratten zur Verfügung. Die Mitglieder des Medinger Heimatvereins freuen sich, dass es gelungen ist, auch im Ortsteil Medingen eine Bücherzelle einzurichten. Natürlich wäre auch dieses Projekt ohne weitere Unterstützung nicht möglich gewesen. Ein herzliches Dankeschön geht an die Verwaltung und den Bauhof der Gemeinde, für die Unterstützung und Vorbereitung der Fläche, an die Zimmerei Klotzsche für den Transport und das Aufstellen der Bücherzelle, die Tischlerei Hofmann & Großmann Ottendorf-Okrilla für das edle Bücherregal und vor allem auch an die kleinen Künstler der Sonnenblumenschule für die schönen Zeichnungen. Ein besonderer Dank gilt der etwas weiter entfernten Firma Terminal AO aus Düsseldorf, welche mit ihren engagierten Kollegen dafür sorgte, dass diese kleinen Kunstwerke der ehemaligen Telefonzelle nun ein freundliches und lustiges Äußeres verleihen und auch dem Team von Sonnenblumenschule und Hort für die Kooperationsbereitschaft bei der Standortfindung.